wanderduene
Gute Tat Zwei...;)
jollyj | 04. April 07
Wuahhhhahahhhaa, hier bin ich wieder, melde mich zurueck vom Inselparadies der Perhentian Islands im Nordosten Malaysias, wo die palmengesaeumten, weissen Sandstraende am Wasser mit der Grandeur der Korallenriffe unter Wasser konkurrieren.

Inseltraum

Kurz nach der - sagen wir es beschoenigend - 'welligen' Ueberfahrt per Speedboat zu den Inseln, bin ich in die naechste Tauchschule marschiert und habe mich fuer einen Tauchkurs angemeldet, um dem langgehegten Wunsch endlich Realitaet werden zu lassen...und es war einfach ein Traum! Nachdem unsere Tauchgruppe in zwei dreistuendigen, hitzegeschwaengerten Ad-Hoc-Sitzungen Schweissperlen gegen Tauchwissen eingetauscht hatte, ging es raus ins Meer. Zuerst ins flache Wasser, wo wir die Praxis uebten;z.B. dreissig Sekunden im Schneidersitz im Wasser schweben - ein gnadenlos geniales Bild, wenn fuenf Taucher da so vor sich hin meditieren...:) und dann raus, zu den Korallengaerten, wo unlustige Clownfische aggressiv ihre Heimatanemone verteidigten, Gevatter Schildkroete laessig (viel laessiger als wir beim Meditieren) seine Bahnen zog und Schwaerme von leckeren Barracudas ueber unseren Koepfen in der Stroemung trieben. Das Gefuehl abzutauchen und sich dann zwanzig Meter unter der Wasseroberflaeche wiederzufinden ist nur in einem Wort zu beschreiben - Ruhe. Du hoerst nur deinen blubbernden Atem, wie er sich in Blasen den Weg zur Oberflaeche bahnt...Sonst nichts. Es war faszinierend. Daher ist mein naechstes Ziel auch wieder eine Insel, diesmal aber in Thailand: Ko-Phi-Phi in der Naehe von Phuket.

Wo ich wohnte...

War ich auf den Perhentians nicht auf Tauchgang, lag ich am Strand rum und liess mir von meinem redseligen kanadischen Dive-Buddy erklaeren, warum Vancouver eine grossartige Stadt sei oder beschaeftigte mich mit Garp und seiner Sicht auf der Welt.

DIVEBUDDIES!

Hach, hatte ich ein schweres Leben!



Nach sechs Naechten lernte ich aber, dass die Leichtigkeit des Seins auch seinen Preis hat: Geld. Ich hatte kein Cash mehr, also runter von der Insel.
Ueberhaupt war die letzte Woche vollgepackt mit Erleuchtungen. Bevor ich naemlich auf 20m Tiefe absank, kam mir in den Cameron Highlandsauf einem 2000 m hohen Berg die Erkenntnis, dass man Empfehlungen der Rezeptionistin (auch wenn er ein Mann ist!) und aller Reisefuehrer manchmal doch ernst nehmen sollte. Ich wurde gewarnt, aber liess meine Regenjacke im Hostel ('is ja nur was fuer Lullies, pah, ein bissel Regen, pah...'). Die Sonne schien als ich den Anstieg begann, sie schien lange, ich schwitzte und fluchte ueber die Demse, sprang ueber Steine und kletterte die Wurzeln entlang - und schliesslich waren es nur noch 100 Meter bis zum erloesenden Gipfelblick- es begann in langen Faeden zu schuetten. Die ersehnte Aussicht ins Tal verbarg sich hinter fetten Gewitterwolken und der Abstieg wurde zur Rutschpartie...

Lohn der Mueh: Der Gipfelblick!

...aber hey, immerhin war ich um eine Erkenntnis klueger: Ich weiss jetzt, woher der Regenwald seinen Namen hat.

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